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"Ein Qualitätszirkel ist eine kleine institutionalisierte Gruppe von 5 – 12 Mitarbeitern, die regelmäßig zusammentreffen, um in ihrem Arbeitsbereich auftretende Probleme freiwillig und selbstständig zu bearbeiten."
Kamiske (2006), S. 248; KAMISKE, G. F., BRAUER, J.-P. (2006): Qualitätsmanagement von A bis Z: Erläuterungen moderner Begriffe des Qualitätsmanagements. 5. Aufl., Hanser, München.
Diese Definition entspricht den einrichtungsinternen Qualitätszirkeln in Organisationen des Gesundheitswesens, die sich im Allgemeinen berufsgruppen- oder abteilungsübergreifend zusammensetzen.
Traditionell hat die Qualitätszirkelarbeit besonders im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung eine andere Akzentuierung („peer review group“) und einen anderen Stellenwert, wie er sich in der folgenden Definition ausdrückt:
"Ärztliche Qualitätszirkel sind auf freiwilliger Initiative gründende Foren für einen kontinuierlichen interkollegialen Erfahrungsaustausch, der problembezogen, systematisch und zielgerichtet ist und der in gleichberechtigter Diskussion der Teilnehmer eine gegenseitige Supervision zum Ziel hat."
GERLACH, F.M. (2001): Qualitätsförderung in Praxis und Klinik – Eine Chance für die Medizin. Thieme, Stuttgart., S. 191
Der besondere Nutzen ärztlicher Qualitätszirkel im Hinblick auf die Verbesserung der klinischen Praxis wird wie folgt begründet: “Qualitätszirkel sind hinsichtlich Zielsetzung und Methodik ein potenziell wichtiger Teil systematischer Konzepte zur Qualitätsförderung. [...]
Qualitätszirkel sind besonders gut in der Lage, reflexive Lernprozesse und zielgerichtete Verhaltensänderungen zu induzieren.”
Ärztliche Qualitätszirkel arbeiten:
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auf freiwilliger Basis
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mit selbst gewählten Themen
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erfahrungsbezogen
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auf der Grundlage des kollegialen Diskurses (“peer review”)
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themenzentriert
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systematisch
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zielbezogen
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mit Evaluation ihrer Ergebnisse
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kontinuierlich
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mit Ärzten gleicher oder unterschiedlicher Fachrichtungen
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mit festem Teilnehmerkreis
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von Moderatoren unterstützt
Gerlach (2001), S. 186 |
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